Jahreshauptversammlung: Aktionen zum Jubiläum der Gymnastikfrauen für alle

Geehrte und Offizielle (von links); Matthias Schmitt, Vorsitzender Marco Steinbach, Lukas John, Wilfried Drunk, Kassierer Hartmut Schröder, Norbert Pfeiffer, Jugendleiter Klaus-Dieter Weber, Waltraud Spies, Ernst Gautier, Anita Mewes.

Die Gymnastiksparte für Frauen im TSV Landau besteht 50 Jahre. Unser Sportverein mit seinen rund 480 Mitgliedern will den runden Geburtstag für besondere Aktionen in diesem Jahr nutzen. „Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, um das Wir-Gefühl in unserem Verein zu stärken“, sagte der Vorsitzende Marco Steinbach bei der Jahreshauptversammlung in der „Waldecker Taverne“.

Das Ziel ist es, einen bunten Strauß an sportlichen Angeboten zu binden, die möglichst um die „50“ kreisen. Ideen gibt es viele: 50 Teilnehmer schwimmen 50 Meter, wandern oder walken 5 Kilometer, fahren gemeinsame Radtouren über 50 Kilometer oder beteiligen sich an einer Yoga-Stunde. Die Gymnastikfrauen selbst haben zum Jubiläum schon mal 50 Rezepte ausgesucht, die auf der Homepage des TSV veröffentlicht werden.

Sie beteiligen sich selbstredend auch am Sommerfest am 16. August, einem Sonntag, das als Höhepunkt im Reigen verschiedene sportliche Übungen und Angebote für jedes Alter bündelt. Erster Aktivpunkt im Jahresprogramm ist ein Sicherheitstraining für ältere E-Biker am 16. April, das Jugendleiter Klaus-Dieter Weber bei der Verkehrswacht organisiert hat.

Weiter investiert hat der TSV in die Infrastruktur am Sportgelände. Jugendleiter Weber und Kassierer Hartmut Schröder hätten mehr als einhundert Arbeitsstunden bei der Sanierung der Kabinen ehrenamtlich geleistet, sagte Steinbach. So musste der Verein lediglich Materialkosten von rund 15.000 Euro tragen. Andreas und Henry Krüger bauten ebenfalls ehrenamtlich einen Überlauf für die Zisterne. Die gesamten Investitionen des TSV in die Infrastruktur belaufen sich laut Steinbach auf rund 300.000 Euro in den vergangenen zwölf Jahren.  In diesem Jahr soll unter anderem Geld und Arbeit in eine neue Außenküche gesteckt werden.

Das Sportangebot dominiert nach wie vor der Fußball, allerdings gibt es schwierige Entwicklungen. Der TuS Bad Arolsen habe die Spielgemeinschaft gekündigt, weil der TSV kaum noch Junioren und keine Trainer stelle, berichtete Klaus-Dieter Weber. Beteiligt sind die Landauer weiter an der JSG Twistesee, stellen aber weniger als eine Handvoll männlicher Jugendlicher.

Anders bei den Juniorinnen: Vor allem mit D- und B-Mädchen sei der TSV gut aufgestellt, schwieriger sei es bei den E-Mädchen, so Weber. Wichtig für Nachwuchsgewinnung bleiben eine  von Hagen Marquardt gestaltete AG an der Valentin-Grundschule Helsen und der „Tag des Mädchenfußballs“; der nächste steht am 7. Juni in Wolfhagen (der TSV unterhält mit dem FSV Wolfhagen eine SG) im Kalender. Dafür warb Trainer Stefan Damm (E- und D-Juniorinnen); sein Kollege Frieder Knipp (B-Juniorinnen) erzählte von einer besonderen Reise seines Teams, das an einem internationalen Turnier in Barcelona teilnahm.

Mit großer Zuversicht schauen die Fußballmänner in die nähere Zukunft. Vor allem die erste Mannschaft. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga A in der SG mit dem SV Nieder-Waroldern und dem TuS Helsen und schwierigem Start in der B-Klasse sei sie „noch enger zusammengerückt“, sagte Spielertrainer Johannes Ramme. Der Erfolg kehrte zurück, die Dreier-SG hat sich zum Titelkandidaten gemausert. „Wir wollen wieder in die A-Liga aufsteigen“, bekräftigte Ramme gewachsene Ansprüche. Ihn unterstützt mit Jonas Ramme ganz frisch ein neuer Spartenleiter. Einen Punktabzug wegen fehlender Schiedsrichter gab es nicht, und in der laufenden Saison dürfte die Spielgemeinschaft mit drei Unparteiischen ihr Soll knapp erfüllen.  

Für die Fußballfrauen, Nummer eins in Waldeck, zählt „nur der Klassenerhalt“, wie Thomas Günther sagte, der mit Oliver Löwenstein das Trainerduo bildet. Mit aktuell Platz sieben des jungen Teams seien sie zufrieden. Während die Altherren laut ihrem Chef Martin Hesselbein nach wie vor regelmäßig trainieren, haben sich erstmals auch ältere Fußballfrauen als „Goldies“ im TSV organisiert. Auf ihr Angebot eines „Mutter-Kind-Kickens“ sei der Hessische Fußball-Verband schon aufmerksam geworden, berichtete Marco Steinbach.

Großen Zuspruch findet nach wie vor das Kinderturnen. Die Leiterinnen Mareike Boos-Thiele und Janina Höhle betreuen bis zu 50 Kinder in zwei Gruppen. Neu stellt sich Wandersparte auf, sie  versucht, Mitglieder für lange Wanderungen zu begeistern; Ansprechpartner ist Gerhard Menkel. Der Wandertag (6. September) bleibt im Programm. 13 Frauen zählt die Gruppe Step-Aerobic unter Sabine Riess. Für die Jubiläums-Gymnastikfrauen stellte Leiterin Waltraud Spies fest, man sei „noch ganz schön fit“.

Kein Zufall, dass Waltraud Spies ebenso wie Anita Mewes, ihre Vorgängerin im Amt, bei der Hauptversammlung für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden. Die gleiche Urkunde erhielten Wilfried Drunk, der Vorsitzende des TSV-Fördervereins, und der langjährige Fußballer Matthias Schmitt. Steinbach nannte die vier „Frauen und Männer, die immer vorangegangen sind“. Schon 70 Jahre Mitgliedschaft würdigte der Vorsitzende bei Ernst Gautier und Norbert Pfeiffer. Für 25 Jahre geehrt wurde Lukas John, Kapitän der Fußballer.

Die Wahlen zum Vorstand führten zu einer Änderung: Für die nicht erneut kandidierende Theresa Deigmann wurde der bisherige Beisitzer Gerhard Menkel zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Einstimmig im Amt bestätigte die Versammlung Kassierer Schröder, der einen sehr soliden Kassenbericht vorgelegt hatte.

Schon etwa 40 Anmeldungen verzeichnet der TSV für sein nächstes inklusives Trainingscamp (6. bis 9. August). Es werde auf jeden Fall von einem Weltmeister geleitet (entweder Guido Buchwald, Thomas Häßler oder Pierre Littbarski), sagte Steinbach. Das traditionelle Turnier für Menschen mit Behinderung steigt am 27. Juni, einen Tag später folgt ein Funino-Turnier.

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